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Joannas, am Fuße des imposanten Tanargue-Massivs

Joannas Ardèche

Joannas ist ein kleines Dorf am Fuße des imposanten Tanargue-Massivs. Abgesehen vom Cham du Cros, einer markanten Bergkette, ist Joannas nirgendwo als Reiseziel verzeichnet. Wir sind jedoch überzeugt, dass die Gegend ihren ganz eigenen Charme besitzt und möchten Ihnen diesen kurzen Reiseführer vorstellen.

Joannas ist ein friedliches Dörfchen inmitten einer dramatischen Landschaft. Hier spürt man die unberührte ländliche Atmosphäre mit traditionellen Nutzpflanzen wie Weinreben, Kastanien- und Olivenbäumen, die das milde, mediterran geprägte Mikroklima widerspiegeln. Das Dorf selbst lädt mit seinen alten Steinhäusern, engen Gassen und seiner friedlichen Atmosphäre zu einem gemütlichen Spaziergang ein. Den Geräuschen des Schulhofs zu lauschen, ist ein wahrer Genuss; man spürt die einfache Freude am Wohlbefinden.

Joannas Ardèche

Unter den Sehenswürdigkeiten ist die Kirche Unserer Lieben Frau von der Verkündigung besonders hervorzuheben. Die Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und verfügt über ein gut erhaltenes romanisches Kirchenschiff, das die architektonische Schlichtheit jener Zeit widerspiegelt. Chor und zwei Seitenkapellen wurden im 15. und 16. Jahrhundert hinzugefügt und verleihen dem Gebäude einen gotischen Charakter. Das schlichte Äußere ist aus lokalem Stein errichtet, während das Innere mit Gewölbedecken und einer ruhigen Atmosphäre besticht. Sie ist ein zentrales Wahrzeichen des Dorfes und oft für Besucher geöffnet.

Das Feudalschloss dient als Rathaus. Es wurde im 11. und 12. Jahrhundert erbaut und besitzt einen quadratischen Grundriss mit einem imposanten Bergfried in Form eines großen quadratischen Turms. Hinter seiner schlichten Fassade verbirgt sich ein prächtiger Innenhof mit Loggien, Bögen und einem Treppenturm im Renaissancestil sowie gewölbte Räume. Heute beherbergt es das Rathaus, verschiedene Vereine und dient gelegentlich als Ausstellungsstätte, wobei mitunter auch Teilführungen durch das Innere möglich sind.

Das Château de Logères ist ein zweites Schloss, das von seinem sonnigen Hang aus schon von Weitem sichtbar ist. Es wurde im 18. Jahrhundert auf den Fundamenten eines befestigten Hauses aus dem 14. Jahrhundert wiederaufgebaut. Das Privatgrundstück ist nicht öffentlich zugänglich und bietet dank seiner eleganten Architektur und der harmonischen Einbettung in die Landschaft einen wunderschönen Anblick.

Joannas Ardèche

Diese historischen Elemente, so bescheiden sie auch sein mögen, verleihen dem Dorf seinen besonderen Charakter. Joannas' Hauptattraktion liegt jedoch in seiner natürlichen Umgebung, insbesondere im Cham du Cros, diesem majestätischen Gipfel, der die Landschaft dominiert und aufgrund seiner Panoramablicke ein beliebtes Wanderziel ist.

Der Cham du Cros ist ein markanter Gipfel mit einer Höhe von etwa 1.202 Metern. Er bildet einen der imposantesten östlichen Ausläufer des Tanargue-Massivs im Regionalen Naturpark Monts d’Ardèche. Sein Name „Cham“ bedeutet im Okzitanischen Hochplateau oder Feld, während „Cros“ an eine Mulde oder Senke erinnert und sich möglicherweise auf die durch Erosion entstandenen Formen in der Landschaft bezieht.

Er ist keine scharfe Spitze wie manche Alpengipfel, sondern ein breiter Bergdom mit felsigen Graten, sanften Hängen und steilen Abbruchkanten, der vom Gipfel aus ein Gefühl von Weite und Freiheit vermittelt.

Joannas Ardèche

Anders als die Kalksteinplateaus der benachbarten Cevennen ist die Tanargue ein kristallines Massiv mit Ausläufern aus rosa oder grauem Granit, der den Elementen trotzt und Wanderern natürliche Griffe bietet. Die Flora ist typisch für die Mittelgebirge des südlichen Zentralmassivs und vereint mediterrane und alpine Einflüsse. Auf dem Weg passiert man häufig Kastanienhaine, Überreste einer alten, ländlichen Wirtschaft, in der Kastanien das Hauptnahrungsmittel der Bergbevölkerung waren.

Weiter oben dominieren Ginsterheiden, die im Mai und Juni leuchtend gelbe Wände bilden – ein intensives Duft- und Naturschauspiel, vergleichbar mit Montselgues. Der Zugang zum Cham du Cros erfolgt hauptsächlich über gut markierte Wanderwege, die oft in die GRP Tour du Tanargue (gelb und rot markiert) integriert sind. Es gibt mehrere Routen, die von Bergpässen oder Forstwegen bei Joannas aus starten. Eine klassische Rundwanderung beginnt auf einem breiten Forstweg entlang von Wassereinzugsgebieten und führt dann auf einem steileren Pfad durch felsiges Gelände.

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Der Höhenunterschied beträgt je nach Ausgangspunkt etwa 400 bis 600 Meter, die Gehzeit beträgt 3 bis 5 Stunden. Am Col du Merle (ca. 1073 m) angekommen, folgt der Pfad dem Bergrücken, verengt sich und steigt steil durch die Felsen hinauf, am Waldrand entlang zu einem Steinhaufen, der den Hauptgipfel markiert. Der Gipfel ist ein weites Plateau mit einigen Felsvorsprüngen, von denen aus man die Aussicht genießen kann.

Historisch gesehen war das Cham du Cros Weideland. Die hochgelegenen Weiden wurden von Transhumanzherden genutzt, wovon alte Mauern und Zäune noch zeugen. Die heutigen Wege folgen oft alten Viehtreiberpfaden. Allein dies rechtfertigt für Wanderer und Naturliebhaber einen Besuch in Joannas und bietet das seltene Gefühl, über der Ardèche zu thronen, in einer Stille, die nur vom Wind und den Rufen der Greifvögel unterbrochen wird.

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